Meldungen
27.08.2026
28.08.2026
21.08.2026
Förderkennzeichen: 67KMN112
Projekttitel: „DenkMalNach(haltig)“
Projekt „KoMoNa: Ökologische Aufwertung des denkmalgeschützten Stadtparks in Falkenberg/Elster und Steigerung der Aufenthaltsqualität im Gartendenkmal für alle Bevölkerungsgruppen“
Projektstart: 01.06.2026
Projektlaufzeit: 01.06.2026 – 31.05.2028 (geplant)

Projektverantwortung: Verbandsgemeinde Liebenwerda, insbesondere die Stadt Falkenberg/Elster
Bundesförderung
Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) mit 90 % gefördert.
Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut das Förderprogramm als Projektträgerin im Auftrag des BMUKN. Weitere Informationen unter www.z-u-g.org/komona und BMUKN: Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)
Projektinhalt
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts „WiLeNa – WIR erLEBEN NATUR“ hat die Verbandsgemeinde Liebenwerda für die Stadt Falkenberg/Elster erneut mit Unterstützung des KoMoNa-Förderprogramms des BMUKN ein weiteres Projekt zur Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeitsziele ins Leben gerufen.
Im Mittelpunkt steht die Sanierung des rund 48.000 m² großen, denkmalgeschützten Stadtparks am ehemaligen Rittergut Falkenberg. Ziel ist es, den Park im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) ökologisch aufzuwerten, seine Biodiversität zu fördern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für alle Besucherinnen und Besucher nachhaltig zu verbessern.
Unser Vorhaben
Durch die gezielt ökologische Aufwertung, eine bessere Zugänglichkeit sowie die Verbesserung der Infrastruktur soll der Stadtpark wieder zu einem attraktiven und lebendigen Treffpunkt für die Menschen in Falkenberg/Elster werden.
Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste erhalten zukünftig einen weiteren Ort der Begegnung, Erholung und Entspannung, der zugleich Raum für Naturerleben und gemeinschaftliches Miteinander bietet.
Das Vorhaben beinhaltet umfassende Maßnahmen zur besseren Klimaanpassung sowie zur ökologischen Aufwertung des Stadtparks. Ziel ist eine biodiversitätsfördernde, sowie naturnahe und gesundheitsfördernde Entwicklung des innerstädtischen Grünraums.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Umweltbildung und der Sensibilisierung für Natur- und Umweltthemen. Geplant sind ein in die Parkstruktur integrierter Naturlehrpfad mit anschaulichen Informationstafeln sowie eine Begegnungsstätte im Bereich der ehemaligen Freilichtbühne, die künftig auch als Ort der außerschulischen Umweltbildung genutzt werden soll.
Darüber hinaus wird der frühere Graben um den Hügel des historischen Eiskellers als Retentionsfläche wiederhergestellt. Gleichzeitig werden seine Randbereiche ökologisch aufgewertet und als wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere entwickelt.
Auch Teile der nördlich angrenzenden Kleingartenanlage werden schrittweise in ein gemeinschaftlich nutzbares Gartenprojekt einbezogen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umwandlung leerstehender Kleingärtenparzellen in moderne, naturnahe Gemeinschaftsgärten, die einen Beitrag zur Förderung der biologischen Artenvielfalt leisten und gleichzeitig neue Möglichkeiten für gemeinschaftliches Gärtnern schaffen.
Historische Entwicklung des Stadtparks
Die ursprüngliche Nutzung des Stadtparks wurde wohl zunächst als Obst- und Weingarten interpretiert. Nach einer Erbschaft im 19. Jahrhundert ließ Karl Heinrich von Schaper den Park ab 1846 neugestalten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Falkenberger Schule wurde das Areal in einen „Baumgarten“ und einen „Schulgarten“ unterteilt und nach und nach umgestaltet. So entstand der sogenannte Schapersche Garten. Die ursprünglich offene Gestaltung wurde in einen landschaftlich gestalteten Park umgewandelt. Daher verfügt der Stadtpark bis zum heutigen Tag vor allem über einen reichhaltigen Bestand an denkmalgeschützten Laubgehölzen von hoher ökologischer und kulturhistorischer Wertigkeit.
„Plan (um1850) zum Schaperschen Garten auf dem Rittergute Falkenberg“
(Quelle: Archiv Lothar Pelz)
Das Projekt „DenkMalNach(haltig)“ soll als weiterer Beitrag zur positiven Entwicklung bzw. Bilanz der Stadt Falkenberg/Elster innerhalb der Strukturwandelregion in Südbrandenburg verstanden werden.