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Beyern

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... liegt nordwestlich ca. 5 km von der Kernstadt entfernt. Der Ort wurde vermutlich im 12. Jahrhundert in dem heidebewachsenen Niederungsgebiet zwischen Elbe und Schwarzer Elster gegründet. Der ovale Anger bildet das Ortszentrum. In seiner Mitte steht weiterhin sichtbar die Kirche. Die Dorfkirche, eine Pfarrkirche, steht auf der weiten Rasenfläche des Dorfangers und prägt das Zentrum des Ortes. An der Nordwand befindet sich der Grabstein dreier Kinder mit drei Inschriftenkartuschen, darüber Gottvater und Puttenköpfe von 1662, darüber in die Wand eingemauert ein Grabstein mit Inschriftenkartusche von 1676. An der Südwand steht ein Doppelgrabstein auf einem Steinsockel mit Gruftdarstellung und zwei Särgen von 1792. Von dem Raseneisensteinbau des späten 13. Jahrhunderts sind nur die westlichen Außenmauern erhalten. 1867 - 1869 erfolgte nach einem Brand ein durchgreifender Umbau durch den Herzberger Zimmermeister H. Taut. Er gab der Saalkirche ihr heutiges Erscheinungsbild. Nordwestlich der Kirche liegt das ehemalige Pfarrgehöft, Hauptstraße 30, mit Haupt- und Nebengebäuden aus dem 18. bis 20. Jh. Das 1738 errichtete Pfarrhaus mit Krüppelwalmdach ist das älteste Haus Beyerns.


Die evangelische Kirchgemeinde ist in Beyern sehr stark integriert. Das Pfarrhaus ist gleichzeitig Sitz des Baubeauftragten für den hiesigen Kirchenkreis. 1984 wurde das so genannte „Neue Pfarrhaus" zu einem Rüstzeitheim des damaligen Kirchenkreises Torgau umgebaut. Gerade in den Auseinandersetzungen zwischen Staat und Kirche in den 80iger Jahren war dieses Haus wichtiger Unterschlupf für die Oppositionsgruppen in der DDR. Nach der Wende wurde der Begriff „Rüstzeitheim" durch die Begriffe Freizeit- und Tagungsheim Beyern ausgetauscht. Neben den kirchlichen Kinder- und Jugendgruppen sind heute Schulklassen, Familienkreise sowie Zeichenzirkel etabliert. Aber auch stark sozial ausgerichtete Gruppen werden hier aufgenommen, wie z. B. ein Resozialisierungsprogramm für Strafgefangene oder die Feriengestaltung für Berliner Straßenkinder. Das Freizeit- und Tagungsheim hat eine Kapazität für 20 Personen und ist sehr stark frequentiert.

 

Die Landwirtschaft als Hauptarbeitgeber war und ist bis in die heutige Zeit prägend für den Ort. Waren es von 1960 bis 1990 2 große landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (1 Pflanzen- und 1 Tierproduktion), die Arbeitgeber vieler Einwohner des Ortes und der Umgebung waren, entstand nach der Wende die Agrargenossenschaft Beyern eG. Die Agrargenossenschaft bewirtschaftet 2100 ha Acker- und Grünland sowie 20 ha Wald. Anbauarten sind insbesondere Getreide, Mais und Raps, die in erster Linie zur Versorgung der eigenen Tierbestände dienen. Sie verfügt über eine Schweinemast-, Milchvieh-, Sauenzucht- und Jungrinderanlage. Aber auch weitere gewerbliche Unternehmen spielen im Ortsteil eine wesentliche Rolle und sind Arbeitgeber für einige Bürger, wie z. B. ein Planungsbüro, eine häusliche Krankenpflege oder eine Zeltvermietung. Die Jüngsten des Ortsteils und der umliegenden Ortschaften werden liebevoll in der kommunalen Kindertagesstätte „Land der Mäuse"  betreut.

 

Der Ortsteil Beyern besitzt ebenfalls eine Mehrzweckhalle, die für die unterschiedlichsten Sportarten geeignet ist. Dort sind eine komplett modernisierte Vierbahnen-Plastekegelbahn mit automatischer Aufstellanlage sowie der Jugendclub integriert. Durch einen ortsansässigen Privatunternehmer erfolgte ein weiterer Anbau. Hier befinden sich eine Tennis- und Squashhalle, eine Gaststätte und 5 Fremdenzimmer. Hinter dem Sportzentrum liegt ein sehr gepflegter Sportplatz mit Flutlichtanlage. Durch Eigeninitiative des Sportvereins mit Unterstützung der Stadt und Sponsoren wurde mit dem Bau einer Tribüne auf dem Sportplatz begonnen. Zu diesem Areal gehört auch ein Kinderspielplatz für die Jüngsten des Ortes. Der Sportverein ist auch Eigentümer eines eigenen Sportlerheims mit Vereinsraum, Getränke-Shop und eigenen Unterkünften für Gastmannschaften. Viele Eigenleistungen der Mitglieder waren und sind notwendig, um dieses Objekt zu erhalten. Ein Vereinsmitglied ist Pächter. Der Vereinsraum und auch die Unterkünfte stehen, wenn keine Vereinsveranstaltungen stattfinden, auch der breiten Öffentlichkeit für Familienfeiern u. ä. zur Verfügung. Ortsansässige Vereine sind der Sportverein „Frieden" Beyern e.V., die Freiwillige Feuerwehr, der Kultur- und Freizeitclub Beyern e.V., der Jugendclub und der Seniorenclub.

 

Der Ortsteil Beyern wurde im Jahr 2005 Sieger im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" und nahm 2006 am Landeswettbewerb teil.

 

Hier finden Sie den Ortsplan Beyern!

 

Die Übersicht der Ortsbürgermeister finden Sie [hier]!