Das Grenzdurchgangslager Friedland

Falkenberg/Elster, den 26.​10.​2026

Ein deutsch-deutscher Schicksalsort in Bildern des ostpreußischen Fotoreporters Fritz Paul

 

Mythos Friedland – nirgends lagen Freud und Leid nach dem Krieg so nahe beieinander wie in jenem kleinen Ort südlich von Göttingen. 

Hier grenzten britische, amerikanische und sowjetische Besatzungszone aneinander. 

Unter größter Anteilnahme wurden in Friedland nach Konrad Adenauers Moskaureise 1955 die letzten Kriegsgefangenen empfangen. 

Bald folgten Hunderttausende Aussiedler aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern. 

Das Lager bedeutete für alle Eintreffenden ein Durchatmen, aber auch Abschied und Endgültigkeit. 

Schuld und Unschuld, Glück und Unglück, Tod und Neuanfang bildeten in Friedland ein verstörendes Nebeneinander. 

 

Christopher Spatz erzählt am 5.November 2026 von dem entscheidenden Moment des Weltenwechsels und den Facetten der Heimatlosigkeit. Zahlreiche Aufnahmen des 1919 in Masuren geborenen Fotoreporters Fritz Paul, viele davon bislang unveröffentlicht, bieten überraschende Blicke auf die Vertriebenen, Zivilverschleppten, Heimkehrer und Aussiedler der 1950er-Jahre.

 

Dr. Christopher Spatz wurde 1982 in Bremen geboren. 

Er promovierte 2015 an der Berliner Humboldt-Universität über die ostpreußischen Wolfskinder. 

Die erfolgreiche Kampagne der Gesellschaft für bedrohte Völker zur Entschädigung der ostpreußischen Wolfskinder durch die Bundesrepublik Deutschland hat er 2017 wissenschaftlich begleitet. 

2019 wurde ihm der Ostpreußische Kulturpreis verliehen.


Das Buch: „Heimatlos. Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung“, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2018, 224 Seiten, 19,95 Euro (2. Auflage von 2020)

 

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